Archive for Juni, 2010

Internet Explorer 9: Keine XP-Version

Freitag, Juni 25th, 2010

Wie schon zuvor vermutet, hat Microsoft auf der Konferenz MIX10 eine erste Vorabversion des Internet Explorer 9 vorgestellt. Auf den Seiten von Microsoft steht das Preview auch zum Download bereit. Aber das ist ein äußerst begrenzter Spaß. Wirklich viel anfangen lässt sich mit dieser ersten Version nicht. Es ist eher eine Demonstration der Technologien, die der IE9 unterstützen wird.

Der Haken an der Sache ist, dass Windows XP dabei auf der Strecke bleibt. Der Internet Explorer 9 wird die Seiten mit Hardware-Beschleunigung anzeigen, sich sogar des Grafik-Prozessors bedienen. Das kann XP aber nicht umsetzen.

Daher müssen XP-Nutzer entweder beim Internet Explorer 8 stehen bleiben oder sich eine Alternative suchen. Auswahl gibt es ja mittlerweile genug.

Spannend ist, was der IE9 technisch direkt unterstützt – ohne Plugins und Addons. Etwa das Berechnen von dreidimensional beweglichen Grafiken, das Abspielen von Videos oder Musik. Sollte sich das alles auch bei den anderen Browsern durchsetzen, werden einige Browsererweiterungen wohl aussterben.

Eine der bekanntesten Erweiterungen ist Adobe Flash. Eine der Hauptanwendungen von Flash ist das Abspielen von Videos, etwa bei YouTube. Es ginge zwar auch anders, Flash hat sich aber mittlerweile als Standard etabliert. Mit dem neu vom IE9 unterstützten HTML5 gehen Videos auch ohne Flash, direkt im Browser. Manch einem dürfte die Apple-Präsentation des iPad in den Sinn kommen. Apple setzt auf HTML5 und verzichtet ganz auf Flash. Aber wird Flash komplett von der Bildfläche verschwinden?

Bei der Adobe-Technik  gehen die Meinungen weit auseinander. Zappelnde, oft störende Bildchen werden mit Flash realisiert. Mich stören allerdings komplett in Flash umgesetzte Seiten mehr, da eine normale Naviagtion nicht möglich ist, nicht einmal der Zurück-Knopf funktioniert. Andererseits ist mit Flash mehr möglich als nur Filme und bewegte Elemente. Etwa die Flash-Spiele, die direkt im Browser funktionieren und äußerst beliebt sind.

Über das Thema Flash ließe sich noch so manche Seite schreiben. Ich warte mal ab, was passiert. Aber zunächst interessiert mich mehr, wie der neue Internet Explorer 9 denn aussehen wird und ob er mehr zu bieten hat als die Konkurrenz um Firefox und Opera.

Korrekte Preisangabe auch im E-Mail-Newsletter

Mittwoch, Juni 23rd, 2010

Kabel Baden-Württemberg hatte in einer Werbe-E-Mail einen Telefonanschluss und eine Internetflatrate beworben, dabei aber den Anschlusspreis nicht genannt. Der Bundesgerichtshof hat dazu heute ein Urteil veröffentlicht.

Wer mit Preisen in einem Newsletter wirbt, muss sich dabei an die Gesetze halten und Endpreise angeben. Das geht aus einer heute veröffentlichten Entscheidung des Bundesgerichtshofs hervor.

Das Urteil mit dem Aktenzeichen I ZR 149/07 gegen Kabel Baden-Württemberg wurde bereits am 10. Dezember 2009 gefällt. Die Werbung stammte aus dem Jahre 2005. Geklagt hatte ein konkurrierender Telekommunikationsanbieter.

Kabel BW hatte für einen Telefontarif und eine Internetflatrate mit Preisen geworben, ohne dass darauf hingewiesen wurde, dass dafür ein TV-Kabelanschluss Voraussetzung ist, dessen Kosten aber nicht angegeben wurden.

Rechtsanwalt Martin Schirmbacher von Härting Rechtsanwälte kommentierte das Urteil: “Die Entscheidung zeigt erneut, dass die Werbung mit Preisen kompliziert ist und der Teufel im Detail steckt.” Die Regeln der Preisangabenverordnung würden auch dann gelten, wenn in einem Newsletter geworben werde. Wer in einer E-Mail den Endkunden Leistungen anbiete, müsse bei Preisangaben Endpreise angeben. Das eingesetzte Medium spiele dabei keine Rolle. “Unter Endpreis ist der Gesamtpreis einschließlich aller Steuern und sonstigen Preisbestandteile zu verstehen.” Wenn für einen Kabelanschluss eine Installationsgebühr anfalle, müsse bei der Werbung für eine Flatrate, die einen Kabelanschluss voraussetzt, darauf hingewiesen werden, sagte Schirmbacher. Noch komplexer werde das Problem, wenn die Werbung grenzüberschreitend erfolge.

Der Bundesgerichtshof urteilte zugleich, dass bei den Werbeangaben für die Datenübertragungsrate keine Einschränkungen gelten würden. Der Werbende müsse nicht extra darauf hinweisen, dass die Datentransferrate im Kabelnetz “aufgrund von Umständen, auf die er keinen Einfluss hat, nicht durchgängig erreicht werden” könne.

Windows XP und 2000: Updates enden am 13. Juli

Freitag, Juni 18th, 2010

Der erweiterte Microsoft-Support für die Betriebssysteme Windows 2000 und Windows XP mit Service Pack 2 wird am 13. Juli enden. Um weiteren Support zu erhalten, müssen Nutzer auf neuere Versionen upgraden.

Microsoft unterstützt seine Produkte üblicherweise für fünf Jahre und bietet einen erweiterten Support über weitere fünf Jahre an. Dieser Zeitraum ist für die beiden Windows-Versionen bald erreicht. Laut Microsoft wird zwar auch nach dem 13. Juli ein Online-Support über Knowledge-Base-Artikel, FAQs und einige Tools bereit stehen, allerdings werden der bezahlte Support und Sicherheits-Updates mit dem Datum eingestellt.

Vor allem in Unternehmen hat Windows XP laut verschiedenen Schätzungen einen Anteil von bis zu 80 Prozent. Aber auch der Anteil an Privatnutzern ist noch immer sehr groß.

Nutzern von Windows 2000 empfiehlt das Microoft den Umstieg auf Windows 7, oder im Fall der Server-Variante das Update auf Windows Server 2003, 2008, oder 2008 R2. Um als Windows-XP-Nutzer mit Service Pack 2 weiterhin Updates zu erhalten, muss das Service Pack 3 installiert werden. Dies kann über die Windows-Update-Funktion aus dem Netz geladen werden.

Allerdings endet der Support für Windows XP Service Pack 3 voraussichtlich im April 2014. Alternativ kann auch direkt auf Windows 7 umgestiegen werden.

Windows 7 Service Pack 1: Beta startet im Juli

Freitag, Juni 18th, 2010

Bereits im März hatte Microsoft offiziell bestätigt, dass man am ersten Service Pack für Windows 7 arbeitet, nun scheint die Fertigstellung näher zu rücken: Im Juli soll die öffentliche Testphase starten.

Das SP1 stellt eine Sammlung aller bislang veröffentlichten Windows-Updates dar und wird darüber hinaus noch einige weitere Patches liefern, die bislang aber nicht genauer erklärt wurden. Wie bereits vermutet wird das Service Pack neben den vielen Verbesserungen allerdings keine neuen Funktionen liefern.

Etwas anders sieht es bei Windows Server 2008 aus: Da das Betriebssystem auf dem selben Kernel wie Windows 7 basiert, erhält es ebenfalls alle Patches, zusätzlich wird das System aber noch etwas erweitert. So sollen künftig die Virtualisierungs-Lösung Microsoft RemoteFX und Dynamic Memory, eine dynamische Verteilung von Speicherressourcen, in das Server-Betriebssystem integriert werden.

Das genaue Datum für den Beginn der Beta-Phase sowie den Zeitpunkt des finalen Release hat Microsoft bislang allerdings noch nicht bekanntgegeben.