Jetzt einen Computer mit Windows Vista kaufen – und Ende Oktober 2009 gratis auf Windows 7 umsteigen? Das klingt einfach, doch es gibt etliche Hürden.
So viel kostet das Windows-7-Upgrade
Mit Windows 7 ist es wie mit Fußball in der Sommerpause: Alle warten ungeduldig darauf, dass es am 22. Oktober 2009 endlich losgeht. Damit potenzielle Computerkäufer ihren Kauf nicht bis zum Erscheinen von Windows 7 aufschieben, bieten viele Hersteller die Windows-7-Upgrade-Option: Wer jetzt einen PC oder ein Notebook mit dem Betriebssystem Windows Vista erwirbt, soll dann kostenlos eine DVD mit Windows 7 bekommen – so die Theorie. Wie es bei den wichtigsten PC-Herstellern funktioniert, hat sich COMPUTER BILD angesehen.
Worauf ist prinzipiell zu achten?
Sie müssen den Computer mit vorinstalliertem Vista zwischen dem 26. Juni 2009 und dem 31. Januar 2010 kaufen.
Auf dem Computer muss die richtige Vista-Version sein. Es gibt nur diese drei Umstiegsmöglichkeiten: von Vista Home Premium auf Windows 7 Home Premium, von Vista Business auf Windows 7 Professional, von Vista Ultimate auf Windows 7 Ultimate.
Windows-7-Gutschein: Teilnahme freiwillig
Den genauen Ablauf regeln die PC-Hersteller. Sie sind nicht verpflichtet, die Upgrade-Option anzubieten. Targa macht nicht mit, aber der Hersteller hat im Moment auch keine neuen Geräte im Angebot. Die anderen 14 Firmen bieten das Upgrade an, doch einfach machen sie es dem Kunden in der Regel nicht:
Internetbestellung: Alle Hersteller haben spezielle Internetseiten eingerichtet, über die sich Windows 7 bestellen lässt. Ärgerlich: Die Seite von Acer ist auf Englisch, erst im Laufe der Bestellung kann auf Deutsch umgestellt werden. Die Hersteller verlangen entweder einen Gutschein-Code, den der Käufer mit seinem PC erhalten hat, oder einen Kaufbeleg. Wer den nicht einscannen und dann per E-Mail-Anhang verschicken kann, muss ihn per Fax oder Post senden – bei Asus nach Taiwan!
Gebühren: Fast alle Hersteller verlangen eine Bearbeitungsgebühr – bis zu stolzen 29,95 Euro! Nur Wortmann will die DVD kostenlos verschicken (siehe Bildergalerie). Ärgerlich: Die genauen Preise sind auf den Seiten oft nur sehr schwer zu finden. Bei einigen Herstellern erfährt sie der Nutzer sogar erst, wenn er bereits einen Computer gekauft hat. Am schlimmsten war die Situation bei Dell: Auch auf Nachfrage von COMPUTER BILD konnte die Firma keinen Preis nennen. Er soll erst kurz vor dem Start von Windows 7 veröffentlicht werden. Wer jetzt bei Dell einen PC kauft, weiß also nicht mal, was ihn der Umstieg auf Windows 7 kosten wird.
Bezahlmöglichkeiten: Rund die Hälfte der Anbieter besteht auf Kreditkartenzahlung, meist per Visa oder Mastercard. Wer keine Karte hat, erhält auch kein Upgrade. Nur Medion und Fujitsu bieten Lastschrift an.
Verfügbarkeit: Wenn Windows 7 am 22. Oktober 2009 erscheint, werden „Upgrader“ meist noch warten müssen. Acer verspricht eine Lieferzeit von sieben bis zehn Geschäftstagen. Medion will die DVD im November verschicken. Samsung kündigt auf seiner Internetseite derzeit an, dass die Firma die DVDs sogar erst ab dem 1. Januar 2010 verschickt. Aber die Termine könnten sich noch ändern. Weitere Informationen zum Upgrade-Programm inklusive der Links zu den Internetseiten der Hersteller finden Sie in der Bildergalerie.
Fazit: Kaufen Sie jetzt keinen Vista-Computer!
Klare Sache: Wer Windows 7 auf seinem neuen PC oder Notebook haben will, wartet mit dem Kauf des Computers am besten bis zum Verkaufsstart am 22. Oktober 2009. Wer das absolut nicht kann, sollte im Vorfeld auf die genauen Modalitäten des Upgrades beim jeweiligen Hersteller achten. Übrigens: Microsoft bietet ab dem 22. Oktober auch das „Family Pack“ an. Damit lässt sich Windows 7 Home Premium auf drei PCs installieren. Das limitierte Angebot kostet 149,99 statt 359,97 Euro für drei einzelne Versionen.
Aktuelle Fragen zu Windows 7
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