Archive for the ‘Betriebssysteme’ Category

Windows Vista SP1 - Release Candidate ist fertig

Freitag, Dezember 7th, 2007

Auch Release Candidate von Windows Server 2008 veröffentlicht

Microsoft hat den Release Candidate vom Service Pack 1 für Windows Vista fertig gestellt. In der kommenden Woche soll die Vorabversion des Patch-Pakets für die Allgemeinheit verfügbar sein, während er zunächst nur an Tester verteilt wird. Zugleich ist der Release Candidate von Windows Server 2008 als Download verfügbar.

Im Vergleich zur letzten Beta-Version vom Service Pack 1 (SP1) wurde die Größe des Installationsarchivs deutlich reduziert. Auch der Festplattenplatz wurde verringert, den das Service Pack 1 belegt und es wurden einige Fehler beseitigt, die bei der Installation auftreten konnten. Das Service Pack 1 bringt vor allem Detailkorrekturen am Betriebssystem.

In das Service Pack 1 von Windows Vista wird eine neue Version des Internet Explorer integriert, die nicht mehr die so genannte Eolas-Hürde kennt, so dass Nutzer nicht mehr das Laden einiger ActiveX-Controls explizit bestätigen müssen. Außerdem erhält Windows Vista mit dem SP1 ein neues Protokoll für die Desktop-Suche, damit sich andere Drittanbieter in diese Suchfunktion einklinken und diese durch eigene Routinen ersetzen können. Die Änderung geht auf eine Beschwerde von Google beim US-Justizministerium zurück.

Als weitere größere Änderung ändert Microsoft mit dem Service Pack 1 das Verhalten des Betriebssystems, wenn sich Windows Vista als illegale Kopie sieht. Dann soll sich durch Modifikationen der Aktivierungsprozess nicht mehr umgehen lassen. Außerdem schaltet Windows Vista dann keine Komponenten mehr ab, wenn es den Status einer illegalen Kopie trägt. Diese Neuerungen halten auch gleich Einzug in den Windows Server 2008.

Der Windows Server 2008 steht als Release Candidate 1 für interessierte Nutzer zum Download bereit. Microsoft hat die Gruppen-Richtlinien erweitert und zahlreiche Fehlerkorrekturen vorgenommen. Voraussichtlich wird es die letzte Möglichkeit sein, den Windows Server 2008 vorab zu testen.

Der Windows Server 2008 enthält neue Funktionen wie Network Access Protection (NAP), Read-Only Domain-Controller sowie die automatisch aktivierte Windows Firewall. Zudem sollen sich Sicherheitsrichtlinien besser kontrollieren lassen. Der Server soll eine mehrfache Ausfallsicherung, dynamisches Partitionieren und automatisch optimierte Netzwerkfunktionen bieten, um seine Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Den Release Candidate (RC) vom Service Pack 1 für Windows Vista verteilt Microsoft zunächst nur über das Connect-Programm des Softwareherstellers. Im Laufe des 6. Dezember 2007 sollen auch MSDN- und Technet-Abonnenten den Download angeboten bekommen. In der kommenden Woche soll die Vorabversion dann auch für die Allgemeinheit über Microsofts Download-Center verteilt werden. Ein genaues Datum dafür hat Microsoft nicht genannt.

Die fertige Version vom Windows Server 2008 soll voraussichtlich im März 2008 erscheinen. Im Februar 2008 will Microsoft die Software fertig haben, die dann aber erst noch produziert und ausgeliefert wird. Vom Service Pack 1 für Windows Vista ist weiterhin nur bekannt, dass es irgendwann im ersten Quartal 2008 erscheinen soll. Microsoft will Administratoren ein Werkzeug an die Hand geben, um die automatische Installation des SP1 zu verhindern, wenn die automatische Update-Funktion des Betriebssystems aktiviert ist. In Kürze will Microsoft nähere Informationen dazu veröffentlichen.

Microsoft bestätigt Schwachstelle in Schlüssel-Algorithmus

Montag, November 26th, 2007

Betroffen sind die Windows-Versionen 2000 und XP

Microsoft hat eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke im Pseudo-Zufallszahlengenerator von Windows 2000 und XP nun offiziell bestätigt. Vista und Server 2003 sollen von dem Problem jedoch nicht betroffen sein. Das berichtet Computerworld.com.

Israelische Wissenschaftler der Universität Haifa hatten den Pseudo-Random Number Generator (PRNG) geknackt, den die Betriebssysteme unter anderem zur internen Verschlüsselung von Dateien, Internetverbindungen oder Instant Messaging nutzen. Dadurch waren die Forscher in der Lage, bereits verwendete Schlüssel zu rekonstruieren sowie zukünftige Codes vorauszusagen.

Den Wissenschaftlern zufolge könnten Angreifer die Schwachstelle ausnutzen, um ins Internet versendete Informationen auszuspionieren oder im Kernel gespeicherte, kodierte Daten zu entschlüsseln. Dennoch stuft Microsoft das Risiko als gering ein, weil die Sicherheitslücke nur schwer auszunutzen sei. Der Fehler soll erst mit dem Service Pack 3 für Windows XP im ersten Halbjahr 2008 beseitigt werden. Ob auch ein Patch für Windows 2000 erscheinen wird, ist bislang nicht bekannt.

Mit Windows ist kein Neuanfang möglich

Freitag, November 2nd, 2007

Kompatibilität steht aufgeräumtem Windows-Kernel im Weg

Ein besseres Windows-System würde auf einen komplett neu geschriebenen Kernel setzen und allen alten Ballast über Bord werfen. Aber genau solch einen Neuanfang kann es aus Gründen der Kompatibilität nicht geben, beklagt der langjährige Microsoft-Mitarbeiter Larry Osterman.

Nach den Erfahrungen von Larry Osterman ist es nur schwer oder gar nicht möglich, “grundlegende Änderungen an einem Betriebssystem vorzunehmen, das so groß und erfolgreich ist wie Windows”. Er berichtet, dass er wiederholt darauf angesprochen wurde, warum Microsoft etwa bei der Arbeit an Windows Vista nicht einen komplett neuen Kernel geschrieben habe, um unnötigen Ballast aus der Vergangenheit loszuwerden.

Mit einer kleinen Anekdote illustriert Osterman, dass solche umfassenden Änderungen nicht möglich seien, weil selbst selten genutzte Funktionen immer wieder von einer Minderheit eingesetzt würden. Dies führt dazu, dass entsprechende Windows-Proramme dann auf einer neuen Windows-Version nicht mehr laufen.

Während der Entwicklung an Windows Vista wurden etwa die Audio-Treiber von Windows NT 4 ausgemustert und waren somit im Windows-XP-Nachfolger nicht mehr zu finden. Diese Änderung wurde vor dem Erscheinen der Beta 2 von Windows Vista vorgenommen. Kurz nach der Veröffentlichung der Beta 2 meldeten sich prompt Unternehmenskunden, dass ihre Call-Center-Software nun nicht mehr arbeite. Wie Microsoft herausfand, verwendet die betreffende Software diese kaum genutzte und seit 1998 nicht mehr unterstützte Audio-Funktion aus Zeiten von Windows NT 4.

Der Hersteller der Call-Center-Software war bereits pleite gegangen, so dass diese Microsoft-Kunden keine Möglichkeit gehabt hätten, ihr Produkt zu aktualisieren. Microsoft integrierte also wieder die Audio-Treiber-Anbindung von Windows NT 4 in Windows Vista, obwohl diese Funktion nur von einer Minderheit der Nutzer benötigt wird.

Für den Nachfolger von Windows Vista arbeitet Microsoft derzeit daran, den eigentlichen Kernel möglichst klein zu halten. Dazu werden viele Komponenten aus dem Kernel ausgemustert, die sich als Module anbinden lassen. Ein experimenteller Windows-Kernel belegt auf einem Datenträger derzeit 25 MByte und benötigt zum Ausführen etwa 40 MByte Arbeitsspeicher.

SP1 für Windows Vista: Läuft es wirklich schneller und stabiler?

Donnerstag, Oktober 18th, 2007

Microsoft will mit dem Service Pack 1 seinem neuen Betriebssystem Windows Vista endlich zum Durchbruch verhelfen. Derzeit kursieren Vorabversionen der Beta im Internet. Bisher wurden umfangreiche Tests vorgenommen, auf was sich Anwender einstellen müssen.

Windows Vista feiert demnächst seinen ersten Geburtstag: Am 8. November 2006 erklärte der inzwischen ausgeschiedene Microsoft-Manager Jim Allchin die Entwicklung des Betriebssystems für abgeschlossen. Da Windows XP zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als fünf Jahre alt war - eine Ewigkeit in der schnelllebigen IT-Branche -, standen die Redmonder unter gehörigem Druck, endlich den Nachfolger auszuliefern.

Der Rückblick zeigt, dass das System ein paar zusätzliche Monate Entwicklungszeit gut hätte gebrauchen können. Denn die Bilanz fällt eher durchwachsen aus: Vista-Nutzer der ersten Stunde müssen sich unter anderem mit Inkompatibilitäten zu wichtigen Applikationen, instabilen Netzwerkverbindungen und Performanceproblemen herumschlagen. Mit einer Vielzahl kleinerer und größerer Updates haben die Redmonder bereits gegengesteuert.

Das anstehende Service Pack 1 soll besonders an Unternehmenskunden ein deutliches Signal senden, dass das Betriebssystem jetzt die notwendige Reife hat. Es wurde unter anderem auf Basis von Erkenntnissen entwickelt, die Microsoft aus der Fehlerberichterstattung gewonnen hat. Millionen von Produktivsystemen mit unzähligen Hard- und Softwarekombinationen liefern eine gute Datenbasis, die im klassischen Betatest nicht realisierbar ist.

Nicht immer problemlose Installation

Bei den umfangreichen Tests wurden verschiedene Testrechner verwendet: Ein normaler Desktop-Rechner mit 3,8-GHz-Pentium-4-Chip, 1,5 GByte RAM und ATI Radeon X600 und ein Lenovo-Notebook T60 mit 1,8-GHz-Core-Duo, 1,5 GByte RAM und integrierter Intel-Grafik. Der Desktop-Rechner ist Teil einer Arbeitsgruppe und läuft mit Vista Ultimate, das Notebook ist in ein Domänen-Netzwerk eingebunden und wird mit Vista Enterprise betrieben.

Die Installation des per Windows Update gelieferten Service Pack dauert auf dem Pentium 4 rund 60 Minuten. Das Setup des 700 MByte großen Standalone-Pakets auf dem Notebook nimmt dagegen fast drei Stunden in Anspruch. In beiden Fällen gibt es aber keine Probleme.

Auf einem weiteren Notebook mit Vista-Ultimate und ATI-Grafik kommt es nach dem Neustart jedoch zu einem Bluesceen, den Windows auf einen inkompatiblen Treiber zurückführt. Die Ursache ist der aktivierte Bitlocker, der auf einer weiteren Maschine zum selben Ergebnis führt.

Sichtbare Neuerungen

Auf der im Domänen-Netzwerk eingesetzten Maschine zeigen sich erste Auswirkungen des Service Pack 1 schon beim Login: Die Anmeldemaske ist sofort nach dem Drücken von STRG+ALT+ENT sichtbar. Die nervige Verzögerung von mehreren Sekunden tritt nicht mehr auf. Zudem hat sich der Bootvorgang bei beiden Rechnern um circa 15 Prozent verkürzt.

Nach dem Login steht über der Systemuhr der Schriftzug “Evalulierungskopie Build 6001″. Im System-Menü ist die Angabe v.275 zu finden, die Auskunft über die installierte Version gibt. Ansonsten muss man Änderungen mit der Lupe suchen.

In der rechten Spalte des Startmenüs fehlt der Eintrag Suchen. Das Suchfenster ist jetzt über das Suchfeld der Startmenüs erreichbar, das nach der Eingabe eines Begriffs die Option Überall suchen anzeigt. Die Änderung ist das Resultat eines Protests durch Google. Das Unternehmen sieht in der Verknüpfung der Desktop-Suche mit Vista einen unfairen Wettbewerbsvorteil. Daher ist es künftig möglich, die Lösung gegen ein konkurrierendes Modul - beispielsweise von Google oder Yahoo - auszutauschen. Microsoft hat dazu die APIs offengelegt. Derzeit gibt es aber noch keine Suchlösungen, die sich nahtlos in das OS integrieren.

Eine weitere Neuerung betrifft die Defragmentierung: Nach der Installation des Service Pack 1 lassen sich die zu sortierenden Laufwerke per Checkbox auswählen. Vorher hatte man darauf keinen Einfluss. Das Tool Wiederherstellungsdatenträger erstellen brennt eine DVD, von der sich das System auch ohne Windows-Datenträger wiederherstellen lässt.

Spürbare Neuerungen

Eines der großen Ziele des Service Pack 1 ist, die Leistung von Windows Vista zu verbessern. Der Pentium-4-Rechner mit 1,5 GByte RAM ist auch ohne Service Pack 1 recht flink. Die in den letzten Monaten bereitgestellten Patches haben die größen Performanceprobleme beim Kopieren von Dateien bereits beseitigt. Entsprechend bringt die Installation der Software auf diesem PC keine spürbaren Geschwindigkeitsvorteile. Lediglich der Bootvorgang hat sich wie oben beschrieben etwas verkürzt.

Anders sieht es dagegen auf dem im Domänen-Netzwerk eingesetzen T60 aus, dessen Bedienung trotz der letzten Patches etwas zäh ist. Mit dem Service Pack 1 verbessert sich das Antwortverhalten merklich. Auch beim Kopieren von Dateien ins Netzwerk sind Geschwindigkeitsvorteile im Bereich von fünf bis zehn Prozent zu verzeichnen. Insgesamt macht sie die gestiegene Performance also vor allem auf Rechnern in Domänen-Netzwerken bemerkbar, was besonders für Unternehen relevant ist.

Die Versprechen erhöhter Zuverlässigkeit sind kaum nachprüfbar, da Windows Vista auf den in den letzten Monaten getesteten PCs und Notebooks keine grundsätzlichen Stabilitätsprobleme ausweist. Bugs wie das abstürzende Kalender-Modul wurden bereits mit Patches adressiert. Da die Erfahrung mit einem System stark von der Hardware und den Treibern abhängt, kann man davon ausgehen, dass Microsoft aufgrund der Daten der letzten Monate im Vergleich zur Final mehr Schwachstellen beseitigt hat. Eine allgemeingültige Aussage lässt sich mit einer Hand voll Testrechnern jedoch nicht treffen.

Fazit

Wenn man sich einige Zeit mit Service-Pack-1-Maschinen beschäftigt hat, wird klar: Spektakuläres ist nicht zu erwarten. Microsoft hat lediglich einige der bereits vorhandenen Tools verfeinert und ein Werkzeug zur Erstellung von Recovery-Datenträgern integriert. Die versprochenen Geschwindigkeitssteigerungen machen sich vor allem auf PCs in Domänen-Netzwerken bemerkbar und sind dort auch willkommen. Da die Redmonder die Erfahrungen der letzten Monate mit einbezogen haben, ist davon auszugehen, dass ein Vista mit Service Pack 1 mehr Anwendern weniger Probleme macht.

Die öffentliche Beta wird wohl in den nächsten Wochen erscheinen. Die Final ist für das erste Quartal 2008 angekündigt. Da man als klassischer Einzelplatz-Nutzer wenig von der Software hat, sollte man vorerst die Finger davon lassen. Empfehlenswert ist dagegen, die Patches der letzten Monate einzuspielen.

Anmerkung

Dieser Bericht wurde aus verschiedenen Berichten zusammengestellt: beispielsweise ZDnet, Golem u.v.a.

Microsoft muss das alte Windows XP reaktivieren

Mittwoch, September 26th, 2007

Windows Vista ist seit Januar auf dem Markt, doch viele Geschäftskunden trauen dem Betriebssystem nicht. Sie bevorzugen das erprobte XP. Nun hat Microsoft nachgegeben: Der US-Konzern erlaubt ein sogenanntes “Downgrade”. Wer Vista zusammen mit einem PC kauft, erhält XP kostenlos dazu.

Das Geschäft mit dem neuen Betriebssystem Windows Vista kommt für Microsoft anders als erhofft nur schwer in Schwung. Der weltgrößte Softwarekonzern bietet den PC-Herstellern deswegen nun offiziell an, ihre Computer alternativ mit dem Vorgänger Windows XP zu verkaufen. „Es gibt noch viele Kunden, die sich für XP entscheiden“, sagte Lothar Lechtenberg, Sprecher des PC-Herstellers Fujitsu-Siemens Computers (FSC). Genaue Zahlen lägen dem Unternehmen jedoch nicht vor.

Das neue so genannte Downgrade (”Herunterstufung”) steht allerdings nur für die Versionen „Vista Business“ und „Ultimate“ zur Verfügung. Fujitsu-Siemens legt seinen Unternehmenskunden-PC dabei neben Vista eine XP-DVD bei. Kunden könnten den Betriebssystem-Oldtimer nachtraglich aufspielen. Derzeit habe Fujitsu-Siemens sogar noch Computer im Angebot, auf denen XP vorinstalliert sei, sagte Lechtenberg. „Dieses Programm läuft aber in Kürze aus.“

Auch andere Hersteller machen mit: Hewlett-Packard startete im August ein XP-Angebot für Notebooks und Desktop-PC im Geschäftskundenbereich. Dafür verlangte der Konzern aber Gebühren. Der texanische Computerbauer Dell bietet XP seit April sogar für Endkunden-PC an.

Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner bestätigte WELT ONLINE, dass man mit einzelnen PC-Herstellern entsprechende Vereinbarungen getroffen habe. Das “Downgraden” auf ältere Versionen sei zwar grundsätzlich schon seit vielen Jahren möglich – neu sei aber, dass die Hersteller die ältere Version als DVD beilegen dürfen. “Viele Geschäftskunden planen zwar den Umstieg auf Vista, setzen aber bei heute gekauften Computern noch auf XP”, so Baumgärtner. Er sieht den Grund darin, dass ein Betriebssystem-Wechsel bei Unternehmen mit vielen Angestellten aufwendig sei und langfristig geplant werden müsse. Viele Unternehmen wollten sicher stellen, dass Vista auch wirklich alle älteren Geräte im Büro unterstütze. “Im Privatkundenbereich geht der Wechsel hin zu einem neuen Betriebssystem traditionell schneller”, sagte Baumgärtner.

Microsoft will PC-Hersteller noch bis Januar 2009 mit Windows XP-Versionen (”Systembilder”-Variante) beliefern. Updates für XP soll es bis zum 14. April 2009 geben. Kritische XP-Sicherheitslücken will Microsoft sogar bis zum 8. April 2014 stopfen.

Vista soll XP beerben

Mit Windows Vista hatte Microsoft Anfang des Jahres nach mehr als fünf Jahren einen Nachfolger für XP veröffentlicht. Die Computer-Branche hatte sich von dem neuen Programm ein deutliches Anziehen der PC-Nachfrage erhofft, das jedoch weitgehend ausblieb. Auch für das zweite Quartal 2007 hatte die Marktforschung Gartner zuletzt zwar zwölf Prozent Zuwachs im weltweiten PC-Markt errechnet, doch der Einfluss von Vista auf die Nachfrage war auch in diesem Dreimonatsabschnitt „als minimal eingestuft“ worden.

Vor allem Geschäftskunden würden statt Vista weiterhin Wert auf das betagte XP legen, merkte Acer-Präsident Gianfranco Lanci an und machte Microsoft unverblümt für das schwache PC-Geschäft verantwortlich. „Ich denke wirklich nicht, dass sich jemand wegen Vista einen neuen PC kauft“, sagte Lanci. Inzwischen haben zudem viele Branchen-Experten auf Schwachstellen und Sicherheitslücken in der Software hingewiesen. Das erste Verbesserungspaket (”Service-Pack”) für Vista soll erst Anfang nächsten Jahres veröffentlicht werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt will Microsoft entgegen den Wünschen einiger Hersteller das Geschäft mit XP-Computern komplett einstellen.

Microsoft verteilt Service Pack 1 Beta für Windows Vista an einen ausgewählten Kreis von Anwendern

Dienstag, September 25th, 2007

Microsoft hat damit begonnen, die Beta-Version des Service Pack 1 für Windows Vista an einen auserwählten Kreis von Testern zu verteilen. Zugleich wurde der Release Candidate 0 vom Windows Server 2008 veröffentlicht, der von Interessierten erprobt werden kann.

Microsoft hat seine Ankündigung wahr gemacht, die Beta-Version vom Service Pack 1 für Windows Vista zunächst nur an einen exklusiven Anwenderkreis zu verteilen. Damit wurde nun begonnen und die Auserwählten können sich bereits mit dem ersten Service Pack für Windows Vista vertraut machen. Große Neuerungen bringt das Service Pack 1 für Windows Vista nicht, Microsoft will vor allem Detailkorrekturen am Betriebssystem vornehmen.

Unter anderem wird damit ein neues Protokoll in Windows Vista eingeführt, über das sich andere Anbieter in die Desktop-Suche einklinken und diese durch eigene Routinen ersetzen können. Die übrigen bekannten Neuerungen erstrecken sich auf kleinere Verbesserungen an Komponenten des Betriebssystems. Das Service Pack 1 von Windows Vista soll im ersten Quartal 2008 fertig werden.

Auch die Arbeiten am Windows Server 2008 schreiten voran und Microsoft hat den Release Candidate 0 des Server-Betriebssystems veröffentlicht. Interessierte Nutzer können sich die Vorabversion herunterladen und ausprobieren. Zum Lieferumfang gehört neuerdings die Hypervisor-basierte Virtualisierungstechnik Viridian, um mehrere Instanzen verschiedener Betriebssysteme auf einer Maschine laufen zu lassen. Erst kürzlich hatte Microsoft den Marktstart von Windows Server 2008 verschieben müssen, so dass die neue Version nun erst im ersten Quartal 2008 erscheinen wird.

Der Windows Server 2008 enthält neue Funktionen wie Network Access Protection (NAP), Read-Only Domain-Controller sowie die automatisch aktivierte Windows Firewall. Zudem sollen sich Sicherheitsrichtlinien besser kontrollieren lassen. Die neuen Funktionen Terminal Services Gateway, Terminal Services Easy Print und Terminal Services RemoteApp versprechen eine bessere Bedienung sowie einen skalierbaren Remote-Zugang auf zentralisierte Anwendungen und Server-Kapazitäten. Zudem soll der Server eine mehrfache Ausfallsicherung, dynamisches Partitionieren und automatisch optimierte Netzwerkfunktionen bieten, um seine Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Microsoft kündigt Service Pack 1 für Windows Vista an

Windows Update aktualisiert sich ohne Rückfrage selbst

Montag, September 17th, 2007

Umstrittene Strategie von Microsoft

Microsoft stand durch eine Veröffentlichung der Website “Windows Secrets” in der Kritik, dass das Unternehmen bei Windows Vista und XP die Komponente Windows Update heimlich aktualisiert, selbst wenn der Nutzer bei der Festlegung der automatischen Update-Strategie die Nachfrage-Optionen ausgewählt hat. Nun antwortete Microsoft und stellte klar, dass dies so gewollt sei.

Windows Secrets schrieb, dass unter Vista die Dateien wuapi.dll, wuapp.exe, wuauclt.exe, wuaueng.dll, wucltux.dll, wudriver.dll, wups.dll, wups2.dll und wuwebv.dll ausgetauscht wurden, wobei die Aktion seit ungefähr dem 24. August 2007 zu beobachten ist. Bei XP SP2 sind es die Dateien cdm.dll, wuapi.dll, wuauclt.exe, wuaucpl.cpl, wuaueng.dll, wucltui.dll, wups.dll, wups2.dll und wuweb.dll.

Nate Clinton, Microsofts Program Manager für das Windows Update, teilte nun im Technet-Blog mit, dass das Update-Verhalten des Windows Updates so gewollt ist, selbst wenn der Anwender ausgewählt hat, dass Updates zwar heruntergeladen, aber nur auf Rückfrage installiert oder nur angezeigt, aber nicht ohne Zutun heruntergeladen, geschweige denn installiert werden sollen. weiter…

Das Windows Update müsse aber ebenfalls manchmal aktualisiert werden, so Clinton. Dies ist soweit nichts Besonderes und wurde von Microsoft auch schon mehrmals durchgeführt. Dass jedoch die Nutzereinstellungen praktisch ignoriert werden, begründete Clinton nur indirekt. Es sei möglich, dass das Windows Update ohne Aktualisierung nicht mehr richtig funktioniert und damit auch der Nutzerwunsch zu Benachrichtigungen bei neuen Updates, deren Download und Installation nicht mehr ausgeführt werden könnte.

Wer als Unternehmenskunde den Windows Server Update Services (WSUS) oder den Systems Management Server (SMS) einsetzt und damit alle Update-Prozesse, inklusive der des Windows-Updates, unter die Kontrolle des Administrators bringt, ist von dem oben beschriebenen Verhalten nicht betroffen, so Clinton.

Clinton widersprach der von Windows Secrets ebenfalls aufgestellten Behauptung, die Aktualisierung des Windows Updates erfolge selbst dann, wenn der Nutzer auswählte, dass er gar keine Aktualisierungen wünsche. Dies geschehe nicht.

Man wolle Anstrengungen unternehmen, die Arbeitsweise des Windows Updates transparenter darzustellen, um künftig Missverständnisse zu vermeiden, versprach Clinton.

Großer Vista-Patch für Tempo und Kompatibilität geplant?

Dienstag, Juli 31st, 2007

Beta-Versionen des Updates machen Kopiervorgänge doppelt so schnell

Mehrere US-Webseiten berichten von einem Patch-Paket für Windows Vista, das unter anderem das recht zähe Kopieren von Dateien mit Microsofts neuem Betriebssystem beschleunigen soll. Das Update, das in unautorisierten Beta-Versionen bereits im Netz kursiert, soll zudem aber auch zahlreiche Kompatibilitätsprobleme lösen und für zuverlässigeren Betrieb sorgen.

So meldet Neowin, das Patch-Paket solle zusammen mit dem noch nicht öffentlich einsehbaren Knowledeg-Base-Eintrag KB938979 erscheinen und am kommenden Dienstag, dem nächsten “Patch Day” per Windows-Update verteilt werden. Anderen Meldungen zufolge ist die Vorab-Version der Patches zunächst nur für den auf Vista basierenden Windows Server 2008 geplant, und derzeit den Beta-Testern dieses noch nicht verfügbaren Betriebssystems zur Verfügung gestellt worden.

Neowin zitiert jedoch einen Text, der den Artikeln in der Knowledge Base (KB) entspricht. Demnach soll das Update Datei-Operationen deutlich beschleunigen, unter anderem das Kopieren großer Datenmengen auf der selben Festplatte. Dazu soll auch die Berechnung der noch benötigten Zeit für solche Aktionen verbessert worden sein. Zudem sollen unter anderem die RAW-Dateien der Digitalkameras EOS 1D und 1DS von Canon nicht mehr beschädigt werden.

Unter dem Namen “KB938194″ soll zudem ein weiterer Patch vorgesehen sein, der vor allem mehr Kompatibilität mit Grafik- und Drucker-Treibern verspricht und Vista aus Standby- und Ruhe-Zustand zuverlässiger aufwachen lässt. Kümmert sich der erste Patch vornehmlich um Fehler bei Dateibehandlungen durch das Betriebssystem, soll der zweite als ” Compatibility and Reliability Pack” für mehr Stabilität sorgen. Microsoft hatte bereits im März unter KB932246 einen Patch für mehr Kompatibilität mit älteren Anwendungen für Vista veröffentlicht, ein weiteres derartiges Update ist also nicht unwahrscheinlich.

Die bisherigen Beta-Versionen der beiden Patches sind bereits bei Neowin am Ende der Meldung zum Download zu finden, müssen jedoch von Hand installiert werden, bei jedem Start von Vista ist zudem die Warnung vor fehlenden Signaturen der Patches zu ignorieren - es ist damit nicht sichergestellt, dass die Dateien wirklich von Microsoft stammen, man sollte daher besser auf ihre offizielle Freigabe warten. In der Community bei AeroXperience fanden sich bereits mutige Tester, welche die Patches ausprobiert haben: Das Kopieren von Dateien lief damit mehr als doppelt so schnell.

Quelle: www.golem.de vom 31.07.2007