Archive for the ‘Denic’ Category

12 Millionen .de-Domains

Sonntag, Mai 16th, 2010

Zahl der .de-Domains wächst um eine Million pro Jahr
Am 14. April 2008 ging bei der deutschen Domainverwaltungsstelle DENIC der Registrierungsauftrag für die 12-millionste .de-Domain ein. Pro Jahr wächst die deutsche Top Level Domain um etwa eine Million Einträge.

Mit den nun zwölf Millionen registrierten Domains ist die deutsche Top Level Domain .de weiterhin die größte länderbezogene Kennung auf der Welt. Auf 100.000 Einwohner kommen statistisch betrachtet 14.500 Domains. Mehr als 400.000 .de-Domains sind sogenannte internationale Domains (IDNs), d.h. sie enthalten auch Umlaute oder Buchstaben mit Akzenten.

Seit mehr als 20 Jahren ist die Top Level Domain .de als Adressierungskennzeichen im Internet nutzbar. Der dafür notwendige Eintrag in der IANA-Datenbank für .de wurde am 5. November 1986 angelegt. Ab März 1988 betrieben Mitarbeiter der Informatikrechner-Betriebsgruppe der Universität Dortmund unter der Bezeichnung DENIC (Deutsches Network Information Center) einen Nameserverdienst für .de auf ehrenamtlicher Basis. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal sechs .de-Domains registriert: dbp.de, rmi.de, telenet.de, uka.de, uni-dortmund.de und uni-paderborn.de.

Der Anstieg der Domainzahlen verlief in den Folgejahren alles andere als gleichmäßig. In den ersten Jahren, als das Internet noch stark auf den universitären Bereich beschränkt war, wuchs die Zahl nur langsam. 1994, als die Domainverwaltung als Drittmittelprojekt von der Universität Dortmund an die Universität Karlsruhe überging, existierten nur rund 1.000 .de-Domains.

Nach der Erfindung des World Wide Webs (WWW) als eine Art grafischer Benutzeroberfläche für das Internet begann Mitte der Neunzigerjahre dessen rasante Verbreitung über den Kreis der Forschungsinstitute und Computerfirmen hinaus. Zugleich wuchs das Interesse an Domains. Anfang 1997, nach Gründung der DENIC eG durch die deutschen Internet Service Provider, waren etwa 50.000 Adressen registriert. Etwas mehr als zwei Jahre später, im April 1999, waren es schon 500.000. In den kommenden zwei Jahren verdoppelte sich die Domainzahl im halbjährlichen Rhythmus. Die Marke von 5 Millionen wurde im November 2001 erreicht. In den letzten Jahren hat sich das Wachstum bei etwa einer Million Domains pro Jahr eingependelt, umgerechnet also etwa zwei Stück pro Minute.

Mit nunmehr zwölf Millionen Domains ist .de seit langem die größte Länderkennung weltweit und die Nummer zwei aller Top-Level-Domains nach .com.

Gefunden bei Golem.de

Abgebrochener Kopiervorgang sorgte für Chaos

Sonntag, Mai 16th, 2010

Ein Abbruch beim regelmäßigen Kopieren von Zonendateien war Schuld am Ausfall der Denic-Rootserver am 12. Mai 2010. Anfragen nach vielen Domains wurden dadurch mit “Domain existiert nicht” beantwortet.

Die Denic aktualisiert die Daten ihrer Nameserver alle zwei Stunden. Dabei kam es am Mittwoch, dem 12. Mai 2010 zu einer Panne beim Kopieren der Daten auf 12 der 16 Servicestandorte. Ein unterbrochener Kopiervorgang führte zur Verteilung einer nicht vollständigen Zonendatei, was ab 13:30 Uhr zu umfangreichen Problemen im deutschen Internet führte.

Zwar wurde die Datei zuvor auf den diversen Servern weltweit mehrfach auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft, doch das verhindert lediglich bei vier Standorten, dass diese mit den fehlerhaften Daten versorgt wurden. Während so die normalen Nameserver falsche Daten erhielten, blieben der Frankfurter IPv6-DNS-Server und das DNSSEC-Testbed unberührt.

Um den Fehler einzugrenzen hatte die Denic ab 14:20 Uhr begonnen, die fehlerhaft antwortenden Standorte abzuschalten, da zunächst nicht klar war, ob die Zone aufgrund eines fehlerhaften Bestands in der Datenbank oder aufgrund eines Fehlers im Generierungsprozess kaputt ging. Parallel wurden die Registrierungssysteme abgeschaltet, die aufgrund der ungewöhnlich hohen Zahl an Registrierungsversuchen für vermeintlich freien Domains unter großer Last standen.

Ab etwa 14:30 Uhr konnten die die abgeschalteten Server dann mit einer vollständigen Zonendatei versorgt und wieder in den Nameserververbund aufgenommen werden. Das allerdings dauerte bis etwa 15:45 Uhr. Für Anwender kam es aufgrund cachender Nameserver bei Provider noch bis zu 2 Stunden länger zu Problemen.

Einen Zusammenhang mit dem am Vortag durchgeführten Umzug des Rechenzentrumsbetriebs für die Registrierungsdienste von Amsterdam nach Frankfurt gebe es nicht, so die Denic.

Gefunden bei Golem.de