Archive for the ‘Internetabzocke’ Category

BKA warnt vor Betrug an Bankautomaten

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Skimming verursacht Schaden von rund 40 Millionen Euro

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor steigendem Betrug an manipulierten Bankautomaten. Mit Hilfe von Mini-Kameras und anderen Hilfsmitteln wurden 2009 an 964 Automaten Daten von EC-Karten ausspioniert - eine Steigerung um 20 Prozent. Das BKA geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus, weil viele Banken die Fälle aus Imagegründen sehr kulant und ohne großes Aufsehen abhandelten, teilte BKA-Präsident Jörg Ziercke mit. Den entstandenen Schaden durch das sogenannte Skimming beziffert er auf rund 40 Millionen Euro.

“Als normaler Kunde kann man das im Grunde nicht erkennen”, sagte Ziercke. Die Täter gingen sehr professionell vor. Bei den Betrugsländern liegt Nordrhein-Westfalen (661) vor Berlin (363), Bayern (166), Niedersachsen (160) und Hessen (151). Insgesamt gibt es in Deutschland 55.000 Geldautomaten. Immer häufiger weichen die Täter laut BKA auf weniger gesicherte Bankautomaten in ländlichen Gebieten aus.

BKA: Chips sollen Magnetstreifen ersetzen
Auch im Ausland lauert die Gefahr: 2009 waren rund 600 deutsche Karten betroffen, berichtete Ziercke und warnte besonders die Besucher der Fußball-Weltmeisterschaft im Juni in Südafrika. Es sei nicht auszuschließen, dass dort eine Vielzahl von Geldautomaten manipuliert sei. Das BKA habe die Kollegen vor Ort jedoch im Kampf gegen den Missbrauch geschult. Deutsche Karten seien für Datendiebe weltweit sehr lukrativ, weil sie gewöhnlich einen hohen Verfügungsrahmen hätten.

Ziercke forderte, dass die Banken künftig auf den für Täter leicht auslesbaren Magnetstreifen auf Karten verzichten und nur noch auf Chips setzen, wie sie die meisten Karten schon haben. Von 2011 an ist der Chip im Euro-Raum Standard. Allerdings hält die Kreditwirtschaft auch am Magnetstreifen fest, damit Kunden weiterhin vielfältige Zahlungsweisen nutzen und mit der Karte auch außerhalb des Euro-Raums bezahlen können.

Skimming - Betrug mit Ihrer EC-Karte

Was ist Skimming?

‘Skimming’ - zu deutsch “Abschöpfen” - ist eine Manipulation der Geldautomaten. Mittlerweile sei die Technik der Betrüger schon so weit fortgeschritten, dass von einer ‘Zweiten Generation’ geredet werde, sagt die Polizei.

Wurden früher noch Mini-Kameras über den Tastaturen installiert, um die PIN-Eingabe zu filmen, wird heute auf den Tastaturen eine hauchdünne Tasten-Folie angebracht, die die Bankdaten der Kunden direkt “abgreift”. Mit Hilfe von Karten-Dubletten werden von ausländischen Bankautomaten aus dann die Konten in Deutschland abgeräumt.

Die Manipulationszeiträume sind oftmals sehr kurz und betragen teilweise nur wenige Stunden. Insbesondere Geldautomaten in stark frequentierten Bereichen wie in Fußgängerzonen und Bahnhöfen werden oft mehrfach manipuliert.

Am häufigsten waren von den Angriffen im Jahr 2009 Geldautomaten in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (661 Fälle) und Berlin (363 Fälle) betroffen.

Täter werden immer raffinierter
Seit Jahren nehmen Kripo und Banken die ‘Skimming’-Fälle aufmerksam unter die Lupe: Gänzlich unbekannt sind die immer raffinierter werdenden Täter daher nicht. “Es gibt viele Hinweise, dass es sich um osteuropäische Täter handelt”, sagte eine LKA-Sprecherin. “Die Täter sind gut vernetzt, organisiert und qualifiziert, weil sie die Technik gut beherrschen”, urteilte die Expertin.

Die gute Organisation der ‘Skimming’-Betrüger zeige sich auch darin, dass sie die Arbeit untereinander genau aufteilten: So sei einer für die Automaten-Technik verantwortlich, ein anderer fertige die Karten-Rohlinge an und ein Dritter hebe das Geld ab.

Täter mit neuer Technik

Die Zahl manipulierter Geldautomaten ist in Nordrhein-Westfalen drastisch gestiegen. Bereits 109 Fälle von Geldautomaten-Manipulation sind im ersten Halbjahr 2009 aufgedeckt worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf mit.

Die deutschen Innenminister haben im November an die Banken appelliert, ‘Anti-Skimming-Module’ verstärkt einzusetzen. Viele tun das bereits: So hat die Sparkasse Koblenz nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) in Berlin alle ihre Bankautomaten umgestellt und mögliche ‘Skimming’-Attacken damit unwahrscheinlicher gemacht.

Skimming 2.0
Das so genannte ‘Skimming 2.0′ ist selbst für Bank-Mitarbeiter kaum mehr zu erkennen. Die Polizei warnte vor der neuen Generation des Skimmings, gegen die auch das Verdecken der Tastatur beim Eingeben der Geheimzahl nicht mehr schützt. Die Täter montieren inzwischen sehr dünne, baugleiche Tastaturen über den Tasten der Geldautomaten und können damit die PIN-Zahlen abfangen. Parallel dazu werden wie bisher durch unscheinbare Vorsatzgeräte die übrigen Kartendaten beim Einschieben der Kontokarte abgeschöpft.

In manchen Fällen sind an einem einzigen manipulierten Geldautomaten hunderte Karten-Daten abgeschöpft worden. Mit den Daten können die Betrüger die EC-Karten komplett fälschen und mit den Dubletten - oft aus dem Ausland - die Konten der Karteninhaber plündern.

Vorbeugen: Hier einige Tipps

Die Ermittler empfehlen, nur gut bekannte Geldautomaten zu benutzen und auf Änderungen genau zu achten. Schon vor Einschieben der Geldkarte sollten beliebige Zahlenkolonnen eingetippt und dabei auch mehrfach die Bestätigungstaste gedrückt werden. Nach der tatsächlichen Transaktion und Kartenausgabe sollte diese Prozedur wiederholt werden, um den Tätern das Auffinden der richtigen Geheimzahl zu erschweren. Die Eingabe sollte nach wie vor verdeckt erfolgen. Zum Öffnen der Bankfiliale sollte eine andere Karte als für den Geldautomaten verwendet werden.

So wird im Internet betrogen und getrickst

Mittwoch, Mai 5th, 2010

Im Internet wächst die Schatten-Wirtschaft – online wird immer hemmungsloser geklaut, betrogen, getrickst!
Laut einer neuen Studie verursacht ein durchschnittlicher Datenmissbrauch Kosten in Höhe von umgerechnet 2,61 Millionen Euro, das wären 134 Euro pro verlorenem Datensatz. Damit liegen wir auf Platz 2 der Untersuchung des Ponemon Institute („2009 Annual Study: Global Cost of a Data Breach”).

Online-Kriminalität in Deutschland – Fakten:

  • Der Handel mit Kreditkarten, gefälschten Ausweisdokumenten und kriminellen Dienstleistungen blüht, ist zum Milliarden-Geschäft geworden! Laut einer neuen Analyse des Sicherheits-Software-Anbieters G Data („Underground Economy Update 04/2010”) operieren die Täter länderübergreifend, ohne feste Strukturen.
  • Die Ermittlungsbehörden sind demnach gegen die raffinierten Cyber-Banden weitgehend machtlos. Nach Razzien in 50 Wohnungen und der Zerschlagung des berüchtigten Hacker-Forums „1337 Crew” im November 2009 seien andere Daten-Verbrecher-„Boards” in die Lücke gestoßen. Die Cyber-Plattform soll allein mehr als 100 000 virus-verseuchte Computer genutzt haben, ohne dass die Besitzer davon wußten (durch so genannte “bot”-Programme gesteuerte “Zombie-PCs”). Dabei werden u.a. Spam- oder Sabotage-Attacken gegen andere Rechner gefahren oder Tastatureingaben mitgelesen.Online-Kriminalität in Deutschland – Fakten:
  • Besonders profitabel und deshalb stark wachsend sei der Handel mit gestohlenen Kreditkarten-Dateninformationen. Komplette „Skimmer”-Sets für das Ausspähen und Fernübertragen von Kredit- und EC-Daten an Bankautomaten seien für wenige tausend Euro zu haben, Kartendrucker zur Herstellung gefälschter Kreditkarten ab 250 Euro. Bessere kosten 3500 Euro.
  • Regelrechte Untergrund-Läden bieten Kartenrohlinge mit und ohne Hologramm für 34 bis 114 Euro pro 10 Stück an. Mobile Kartenleser: 250 Euro bis 900 Euro. „Skimming”-Set (Funk oder Video): 1140 bis 7600 Euro.
  • Aber auch andere Waren und Dienstleistungen sind im Untergrund zu haben – von geklauten Zugangsdaten zu Post-Packstationen (30 bis 50 Euro) über Zugang zu PayPal-Konten (4 bis 20 Euro) bis hin zu Mobilfunk-Sim-Karten (10 bis 25 Euro), gefälschtes Viagra (4 Stück 20 Euro) und Online-Spiele-Guthaben (z.B. 1000 Wii Points 5 Euro, 60 Tage World of WarCraft Spielzeit).
  • Besonders oft werden Online-Spieler zu Opfern der Kriminellen. Mehr als 30 % gaben bei einer Umfrage an, schon angegriffen worden zu sein. Oft werden über gefälschte Spiele-Seiten Zugangsdaten für so genannte “Steam-Accounts” zu Spielen wie “Call of Duty”, “Aliens vs. Predator” oder “Counter-Strike” geknackt, geklaut und weiter verkauft. Genau so oft werden die Hochleistungsrechner der „Gamer” komplett gekapert und für Cyber-Attacken genutzt.
  • Die Angst vor Hackern ist inzwischen so groß, dass jeder fünfte Internet-Nutzer aus Sicherheitsgründen bewusst auf Transaktionen im Web verzichtet. Laut Verband Bitkom ist dabei die Sorge am größten, dass der eigene Rechner mit Viren oder anderen Schadprogrammen infiziert wird. Allerdings: Nach eigenen Angaben surft jeder fünfte Internet-Nutzer ohne Virenschutzprogramm und jeder Dritte ohne eine Firewall, die den Datenverkehr eines Rechners mit der Außenwelt kontrolliert.

Gefunden unter www.bild.de von Stefan Ernst

Phishing - der Bankraub des digitalen Zeitalters

Samstag, Oktober 10th, 2009

Das Bundeskriminalamt schlägt Alarm: Straftaten im Internet nehmen zu! 38 000 angezeigte Fälle zählte die Behörde in vergangenen Jahr, ein Plus von elf Prozent. Die häufigste Straftat: Betrug beim Online-Banking! Das macht fast die Hälfte aller Straftaten im Netz aus.

Dieter Kempf, Präsidiumsmitglied des Branchenverbands Bitkom, rechnet mit rund 2900 Fällen von sogenanntem Phishing (Datenklau) in diesem Jahr. 50 Prozent mehr als noch 2008! Bei fünf Prozent der betroffenen Internetnutzer wurden Zugangsdaten außerdem über Viren und Würmer ausspioniert, die sich unbemerkt auf dem Rechner einnisten, die Zugangsdaten heimlich speichern und an einen Rechner der Betrüger weiterleiten.

Beim Phishing dagegen wird beispielsweise der Online-Banker über einen Link in einer Mail auf eine gefälschte Webseite gelockt. Sie sieht der Website der Bank täuschend ähnlich. Gibt der User dort seine Kontonummer, sowie PIN und TAN ein, können die Betrüger das Konto problemlos plündern.

Die durchschnittliche Schadenssumme beim Online-Banking-Betrug liegt laut BKA bei 4000 Euro pro Fall. Insgesamt entstand im letzten Jahr ein Schaden von 11,6 Millionen!

Das Problem: Immer mehr Deutsche (rund 24 Millionen Menschen) erledigen ihre Bankgeschäfte online, und damit steigt die potenzielle Opferzahl.

Was hilft gegen Bankraub im Netz?

Experten raten dringend dazu, eine Firewall und ein Anti-Viren-Programm zu nutzen und alle Updates zu installieren, um Software und Betriebssystem ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Und: Bitte keine einfachen Passwörter wie den Namen des Partners oder Zahlenfolgen verwenden! Zu kurz, zu leicht, zu einfach zu erraten, warnen Experten. Keylogger-Programme und Viren probieren die bekanntesten Passwörter einfach so lange aus, bis sie das richtige gefunden haben.

Gegen groß angelegte Phishing-Angriffe (wie diese Woche auf Hotmail, Google Mail und Yahoo) helfen eingebauten Sicherheits-Features des Internet-Browsers – und sichere E-Mail-Systeme. Ein Pilotprojekt dazu startete am 9.Oktober in Friedrichshafen (Bodensee). Die De-Mail soll in Zukunft Internet-Post sicherer machen, indem sie Spam- und Phishing-Mails aussperrt.

Auch falsche Absender sollen unmöglich werden, die Identität der Teilnehmer wird zuvor per Ausweis überprüft, die Mail verschlüsselt versendet. So lassen sich nachträgliche Manipulationen verhindern. Der Marktstart von De-Mail ist für 2010 geplant.

Aber: Hundert Prozent Sicherheit gegen Betrüger im Netz gibt es nicht. Laut Bitkom-Angaben verzichten bereits rund ein Drittel aller Internet-Nutzer auf das Online-Banking – weil es ihnen zu unsicher ist!

Übrigens: Nach einer Spähattacke auf tausende E-Mail-Konten haben Microsoft und Yahoo laut Heise.de noch nicht alle betroffenen E-Mail-Postfächer gesperrt.

So kann man sich vor Kriminellen im Netz schützen:

WIE KANN ICH MEINEN COMPUTER SICHERER MACHEN?
Generell sollte auf jedem Computer, der zum Surfen im Internet und für Bankgeschäfte verwendet wird, ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall installiert sein. Entsprechende Programme gibt es kostenlos im Internet. Diese Programme müssen genauso wie das Betriebssystem und der Browser, der zum Betrachten von Internetseiten verwendet wird, regelmäßig aktualisiert werden. Meist lässt sich einstellen, dass dies automatisch geschieht.

WAS MUSS ICH BEIM UMGANG MIT E-MAILS BEACHTEN?
Öffnen Sie nur E-Mails von vertrauenswürdigen Absendern. Dubiose Mails von Unbekannten sind meist Spam-Mails. Nutzer sollten sie ungelesen löschen und auf keinen Fall darauf antworten, da sie oft Viren oder Programme zum Ausspähen des Computers enthalten oder verlinken. Kriminelle versuchen außerdem häufig, mit gefälschten E-Mails an die Konto- und Kreditkartendaten der Surfer zu kommen. Banken bitten Kunden NIE per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben!

SIND PROGRAMME AUS DEM INTERNET SICHER?
Hier hilft gesundes Misstrauen: Nutzer sollten auf jeden Fall darauf achten, welche Software oder Zusatzprogramme (Plug-Ins) sie installieren. Eine große Gefahr sind Schadprogramme, die in kostenlosen Software-Downloads oder Raubkopien versteckt sind. Bestehen Zweifel an der Seriosität eines Anbieters, sollte man auf Download und Installation einer Software besser verzichten.

WIE KANN ICH SICHER IM INTERNET EINKAUFEN?
Seriöse Anbieter geben sich klar zu erkennen. Sie haben ein Impressum mit kompletter Anschrift, klare Geschäftsbedingungen und einen preiswerten Telefonservice. Vertrauenswürdig sind Onlineshops, die mit den Siegeln „Trusted Shops“, „S@fer-Shopping“ oder „Geprüfter Online-Shop EHI“ ausgezeichnet sind. Zudem müssen Bankdaten über eine sichere Internetverbindung übertragen werden. Eine solche erkennt man an den Buchstaben „https://“ in der Adresszeile und einem kleinen Schloss-Symbol.

WIE KANN ICH SICHER IM INTERNET EINKAUFEN?
Seriöse Anbieter geben sich klar zu erkennen. Sie haben ein Impressum mit kompletter Anschrift, klare Geschäftsbedingungen und einen preiswerten Telefonservice. Vertrauenswürdig sind Onlineshops, die mit den Siegeln „Trusted Shops“, „S@fer-Shopping“ oder „Geprüfter Online-Shop EHI“ ausgezeichnet sind. Zudem müssen Bankdaten über eine sichere Internetverbindung übertragen werden. Eine solche erkennt man an den Buchstaben „https://“ in der Adresszeile und einem kleinen Schloss-Symbol.

WAS PASSIERT MIT DEN GESAMMELTEN DATEN?
Oft werden die Informationen für Werbung verwendet, die genau auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten ist. Die leichtsinnige Preisgabe persönlicher Daten kann aber auch finanzielle Folgen haben. So nutzen Kriminelle immer wieder Kreditkarten- und Bankverbindungsdaten, um illegal Geld vom Konto der Inhaber abzubuchen. Das ist aber auch ohne Ausspähen möglich: Es reichen die Bankverbindungsdaten, die man nur sehr vorsichtig preisgeben sollte. Zudem sind Fälle von Identitätsdiebstahl bekannt, in denen Betrüger mit geklauten Daten unter falschem Namen im Netz Geschäfte tätigen.

Gefunden bei Bild.de

Mehr Straftaten im Internet

Freitag, Oktober 9th, 2009

Das Bundeskriminalamt warnt vor steigender Kriminalität im Internet. Die Täter würden immer professioneller. Erst diese Woche hatte ein Phishing-Angriff auf E-Mail-Konten für Schlagzeilen gesorgt.

Die Zahl der Straftaten im Internet ist weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr zählten die Behörden rund 38 000 Fälle, ein Plus von etwa elf Prozent, wie das Bundeskriminalamt (BKA) und der Hightech-Branchenverband Bitkom mitteilten.In den meisten Fällen nutzen Kriminelle das Internet für Betrug, wie BKA-Chef Jörg Ziercke sagte. Die Zahl der Betrugsfälle beim Online-Banking ging 2008 deutlich zurück, dieses Jahr nimmt sie allerdings wieder stark zu.

Auf Basis der Daten der Landeskriminalämter rechnet Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf für dieses Jahr mit bis zu 2900 angezeigten Phishing-Fällen. Das wäre ein Plus von rund 50 Prozent. Phishing bedeutet das Fischen nach Passworten. Fingierte E-Mails geben sich als offizielle Post etwa einer Bank aus und fordern dazu auf, sensible Daten wie PIN oder die Kontonummer anzugeben.

Elf Millionen Euro Schaden

Rund 24 Millionen Deutsche erledigen ihre Bankgeschäfte inzwischen im Internet, das sind 38 Prozent aller Bürger zwischen 16 und 74 Jahren. Laut Bitkom verzichtet aber inzwischen fast jeder dritte Internetnutzer über 14 Jahren aus Sicherheitsgründen auf Online-Banking. Die durchschnittliche Schadenssumme bei Online-Banking-Delikten liegt laut BKA bei rund 4000 Euro. Bitkom geht davon aus, dass der Gesamtschaden 2009 um 56 Prozent auf elf Millionen Euro steigen wird.

Eine Forsa-Umfrage für Bitkom ergab, dass 38 Prozent der Internetnutzer schon einmal einen Virus oder ein Schadprogramm auf dem Computer hatten. Drei Prozent erlitten dadurch einen finanziellen Schaden.

BKA und Bitkom forderten die Internetnutzer auf, höchste Anforderungen an die Sicherheit ihres Computers zu stellen und zu diesem Zweck etwa Antiviren-Programme ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Wichtig sei es auch, keine zu einfachen Passwörter zu verwenden. So seien etwa der Name der Ehepartners oder Zahlenfolgen wie „12345“ immer noch sehr beliebt.

Windows 7 bereits bei eBay erhältlich

Donnerstag, Oktober 8th, 2009

Alle Jahre wieder dasselbe Spiel:

Microsoft legt einen offiziellen Verkaufsstart für sein neues Betriebssystem fest und trotzdem finden zwei bis drei Wochen vor diesem Termin die ersten Lizenzen des kommenden Systems bei eBay.

Auch Windows 7 bildet da natürlich keine Ausnahme, denn einige kleinere Händler lassen sich auch durch Ermahnungen und Sanktionen von Microsoft nicht davon abhalten, das neue Betriebssystem zum überhöhten Preis an ungeduldige Anwender zu verkaufen. Wir können vom Kauf jedoch nur abraten, da der Mehrpreis von 20-50 Euro nicht gerechtfertigt ist und auch die Produktbeschreibungen in einigen Fällen recht nebulös sind: So wird teilweise lediglich der Lizenzschlüssel versteigert, was gegen die Lizenzbedingungen von Microsoft verstößt, da weder ein Echtzeits-Zertifikat vorliegt noch ein Datenträger vorhanden ist, von dem aus Windows 7 installiert werden kann.

Gedulden Sie sich also lieber noch eine Weile, bis Windows 7 am 22. Oktober 2009 offiziell in den Regalen steht und ersparen Sie sich eventuelle Scherereien und unnötige Kosten.

BitDefender warnt vor raffinierteren Phishing-Methoden im Web 2.0

Mittwoch, September 16th, 2009

Halbjahres-E-Threat-Report von BitDefender registriert Anstieg der Phishing-Versuche im Internet

Holzwickede, 14. September 2009 – Von Januar bis Juni 2009 haben Phishing-Nachrichten im Bereich der weltweit verschickten Spam-Mails einen alarmierenden Anteil in Höhe von 7 Prozent erreicht. Dies zeigt der aktuelle E-Threat-Report von BitDefender für das erste Halbjahr 2009. Dabei spekulieren die Angreifer vor allem auf die Unwissenheit und Naivität unter den Usern. Erwartungsgemäß handelte es sich bei den für Phishing empfänglichsten Staaten um die USA, Kanada und Großbritannien – drei englischsprachige Länder. Zu den bedeutendsten Quellen dieser Art Nachrichten gehört dagegen Russland. Der Grund dafür liegt in den nachlässigen Rechtsvorschriften im Bereich der Cyberkriminalität sowie in der aktuellen Arbeitslosenquote des Landes.

Die Phishing-Landschaft verzeichnet eine stete Entwicklung und Veränderung und bringt zunehmend Web-2.0-Phishing-Techniken hervor. Benutzerkonten bei sozialen Netzwerken sind Schlüsselelemente für die Ausführung nachfolgender Angriffe auf andere Netzwerkbenutzer. Nachdem seriöse Anbieter strengere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt haben, um die persönlichen Daten ihrer Benutzer zu schützen, verwenden die Angreifer gefälschte Log-In-Seiten, mit deren Hilfe sie versuchen, an vertrauliche Anmeldeinformationen zu gelangen.

Phisher „kidnappen“ Benutzerkonten

Die Ergebnisse der BitDefender-Studie zeigen, dass die meisten Web-2.0-Phishing-Versuche im ersten Halbjahr 2009 auf die Naivität der Benutzer spekulierten. Ein Beispiel ist der Betrug mit den sogenannten Twitter Porn Names: Der User wird beispielsweise aufgefordert, den Namen seines ersten Haustieres oder den Namen der ersten Straße, in der er gelebt hat, anzugeben. Die Antworten auf diese Fragen werden häufig für Sicherheitsfragen verwendet. Ein Cyberkrimineller, der über diese Antworten und den Benutzernamen einer Person verfügt, kann auf einfache Weise ein Passwort abfragen und so auf das Benutzerkonto des jeweiligen Opfers zugreifen, um darüber Spamnachrichten zu versenden, Zugang zu Transaktionen zu erhalten oder das Konto anderweitig zu missbrauchen. Für „gekidnappte“ Benutzerkonten wurde sogar schon Lösegeld gefordert.

Die Lieblingsziele der Phisher bleiben jedoch die gleichen. So kommen die durchschnittlich am häufigsten benutzen Identitäten aus dem Finanzsektor, vornehmlich Banken sowie Institutionen für elektronische Geldüberweisungen.

Top 3 der gefälschten Unternehmensidentitäten im ersten Halbjahr 2009:

1. Bank of America
2. Paypal
3. Abbey

BitDefender schätzt, dass monatlich mehr als 55.000 Menschen Opfer von Phishing-Betrügereien werden. Für das erste Halbjahr 2009 ergibt sich dadurch die beeindruckende Gesamtzahl von 330.000 Opfern. Um diese erfolgreich zu täuschen, muss der Phisher die Originalseite so präzise wie möglich kopieren (sogenanntes „Spoofing“). Während es sich beim Replizieren der Originalwebsite lediglich um simples „Copy and Paste“ handelt, stellt man bei der Spamnachricht üblicherweise Rechtschreibfehler und/oder schlampige Formatierungen fest. Bei der Mehrheit der Phishing-Angriffe auf die Bank of America ist dies allerdings nicht der Fall. Hier ist nicht nur der Text handwerklich gut gemacht; die Phishing-Seite zeigt zudem eine ungewöhnliche Detailtreue, was vermuten lässt, dass es sich bei den für die Angriffe Verantwortlichen um eine hochgradig organisierte Gruppierung von Cyberkriminellen handelt.

„Am allerwichtigsten ist, dass es sich bei Phishing-Angriffen und Spam, im Gegensatz zu Malware, um universelle Sicherheitsbedrohungen handelt, die unabhängig vom Betriebssystem und Security-Updates auf allen Computern funktionieren“, so Vlad Vâlceanu, Leiter des BitDefender Antispam Research Lab. „Besondere Vorsicht und eine hochwertige Anti-Malware-Lösung mit Anti-Spam-, Anti-Phishing- und Anti-Malware-Modulen sind ein absolutes Muss für alle, die im Internet surfen.“

Der vollständige E-Threat-Landscape-Report steht unter folgendem Link zur Verfügung: BitDefender E-Threats Landscape Report

Pressekontakt:
BitDefender GmbH
Robert-Bosch-Str. 2
D-59439 Holzwickede

Ansprechpartner:
Hans-Peter Lange
PR-Manager
Tel.: +49 (0)2301 – 9184-330
Fax: +49 (0)2301 – 9184-499
E-Mail: presse@bitdefender.de

Vorsicht Falle: Betrügerische Internetseiten

Samstag, Juli 4th, 2009

Mit Gewinnspielen und vermeintlich kostenlosen Intelligenztests oder Online-Fahrprüfungen locken unseriöse Anbieter Kunden in teure Abo-Fallen.

Das Internet ist Marktplatz, Kommunikationsplattform und Wissensdatenbank, doch neben den seriösen Anbietern tummeln sich im World Wide Web auch Betrüger, die Ihr Geld wollen. Einige haben sich auf eine ganz spezielle Art der Abzocke spezialisiert: Sie locken mit vermeintlich attraktiven Gewinnspielen und kostenlosen Tests. Der Trick: Sie verschleiern die Kosten Ihrer Angebote, scheinbare Gratis-Dienste sind in Wahrheit gebührenpflichtig – und vollkommen überteuert. Diese Internetseiten folgen meist einem bestimmten Schema – wer genau hinschaut, entlarvt die Betrüger mit wenigen Klicks. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Gehen Sie generell vorsichtig mit Ihren Daten um und geben Sie persönliche Informationen nicht auf verdächtigen Internetseiten preis. So ist beispielsweise bei einem Spritkostenvergleich die Eingabe persönlicher Angaben überflüssig, der Anbieter benötigt lediglich Ihre Postleitzahl, um Tankstellen in Ihrer Nähe anzuzeigen.
  • Seien Sie bei Gewinnspielen und Tests extrem vorsichtig. Geben Sie nicht Ihre Bankverbindung oder Kreditkartennummer an.
  • Scrollen Sie bis ans Ende von Internetseiten und lesen Sie auch das Kleingedruckte.
    Auch wenn es lästig ist: Studieren Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), achten Sie auf Hinweise zu eventuellen Kosten.
  • Sind Sie sich unsicher, geben Sie den Namen der Internetseite in eine Suchmaschine ein. Oft finden Sie Einträge in Foren oder auf Verbraucherschutzseiten über unseriöse Anbieter.

Tipp: Bei allen Internetgeschäften haben Sie ein 14-tägiges Rücktrittsrecht, nutzen Sie es! Wenn die Abzocker Ihnen mit Inkasso-Forderungen drohen oder Mahnungen verschicken, widersprechen Sie schriftlich per Einschreiben mit Rückschein. Nutzen Sie den COMPUTER BILD-Ratgeber zum Thema Musterbriefe. Sollte sich das Problem auf diese Weise nicht lösen lassen, wenden Sie sich an eine der örtlichen Verbraucherzentralen.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine Liste unseriöser Internetseiten veröffentlicht. Besonders hinterhältig: Die Abzocker nutzen auch Internetadressen, die „Anti-Abofalle“ oder „Verbraucher wehren sich“ im Namen tragen.