Archive for the ‘Windows’ Category

Kritische Sicherheitslücke: Microsoft warnt vor Würmern

Freitag, Oktober 24th, 2008

Angreifer können mit einem RPC-Aufruf die Kontrolle übernehmen

Eine kritische Sicherheitslücke in Windows erlaubt es Angreifern über einen speziellen RPC-Aufruf beliebigen Code auszuführen, ohne dass die Angreifer sich dazu authentifizieren müssen. Die Sicherheitslücke könnte Würmern den Weg ebnen, so Microsoft, und veröffentlicht außer der Reihe einen Patch.

Besonders betroffen von dem Fehler sind Windows 2000, XP und Windows Server 2003. Hier stuft Microsoft das Problem als kritisch ein. Auch Windows Vista und Windows Server 2008 sind betroffen, hier aber stuft Microsoft das Problem nur als wichtig ein, da sich Nutzer hier zuvor authentifizieren müssen. Selbst Nutzer die bereits eine Pre-Beta von Windows 7 einsetzen, sind aufgerufen das Update einzuspielen.

Der eigentliche Fehler steckt im Server Service von Windows und führt dazu, dass Angreifer mit einem entsprechend präparierten Aufruf verwundbare Systeme komplett übernehmen können. Details beschreibt Microsoft im Security Bulletin MS08-067. Hier steht auch der Patch zum Download bereit, der auch über Microsoft Update-System eingespielt werden kann.

Als Workaround können der Computer Browser Service und der Server Service deaktiviert werden. Das behebt nicht das Problem, sorgt aber dafür, dass es nicht ausgenutzt werden kann. Um Angriffe von außen zu unterbinden sollten in der Firewall die TCP-Ports 139 und 445 gesperrt werden, die allerdings von vielen Windows-Diensten benutzt werden.

Patch-Download: hier

Quelle: Golem

Microsoft stopft acht gefährliche Sicherheitslücken

Mittwoch, September 10th, 2008

Sicherheitsloch in Windows weiterhin offen

Wie angekündigt, hat Microsoft vier Sicherheitspatches in diesem Monat veröffentlicht, die als gefährlich eingestufte Sicherheitslücken beseitigen sollen. Allen acht Sicherheitslecks ist gemein, dass Angreifer darüber beliebigen Programmcode ausführen können. Ein bekanntes Sicherheitsloch in Windows ist weiterhin offen.

Der umfangreichste Patch von Microsoft für den September 2008 behebt mit einem Schlag gleich fünf Sicherheitslecks in der GDI+-Komponente, die unter anderem Bestandteil von Windows, Office, dem .NET Framework, dem SQL Server und Visual Studio ist. Die betroffenen Microsoft-Produkte verwenden GDI+ zur Anzeige von Grafikdateien und bei der Verarbeitung einiger Dateitypen kommt es zu Fehlern, die Angreifer zum Ausführen von Schadcode ausnutzen können. Opfern muss dazu lediglich eine manipulierte Grafikdatei vom Typ BMP, GIF, VML, EMF oder WMF untergeschoben werden.

Die Sicherheitslücken betreffen Windows XP sowie Vista, Windows Server 2003 und 2008, den Internet Explorer 6 von Windows 2000, das .NET Framework in den Versionen 1.0 bis 2.0, Office XP, 2003 sowie 2007, Visio 2002, den PowerPoint Viewer 2003, Works 8, die Digital Image Suite 2006, den SQL Server 2005, Visual Studio .NET 2002 sowie 2003, Visual Studio 2005 und 2008, den Report Viewer 2005 und 2008, Visual FoxPro 8 sowie 9 und schließlich noch Forefront Client Security 1.0. Für alle Komponenten hat Microsoft einen Patch veröffentlicht.

Ein weiteres Sicherheitsleck steckt im Windows Media Player, das ursprünglich im August 2008 beseitigt werden sollte. Der betreffende Patch wurde dann aber kurzfristig nicht veröffentlicht. Das Sicherheitsloch steckt ausschließlich im Windows Media Player 11, frühere Versionen sind demnach nicht betroffen. Das Sicherheitsleck macht sich bemerkbar, wenn manipulierte Audiodateien von einem Windows Media Server in einer serverseitigen Wiedergabeliste (SSPL) gestreamt werden. Ein Angreifer muss also einen Windows Media Server betreiben, um den Fehler auszunutzen. Dann kann der Windows Media Player 11 zur Ausführung von Schadcode missbraucht werden, was der aktuelle Patch beseitigen soll.

Mit einem anderen Patch beseitigt Microsoft eine gefährliche Sicherheitslücke im ActiveX-Steuerelement WMEX.DLL, das Bestandteil des Windows Media Encoder 9 ist. Das Anzeigen einer entsprechend präparierten Webseite mit dem Internet Explorer genügt bereits, um Opfer eines solchen Angriffs zu werden. Das Sicherheitsleck betrifft Windows 2000, XP, Vista sowie Windows Server 2003 und 2008.

Der vierte Patch beseitigt ein Sicherheitsleck in Office XP, 2003 sowie 2007. Der Fehler steckt in der Applikation OneNote und kann über eine entsprechende OneNote-URL ausgenutzt werden, um schadhaften Programmcode auszuführen.

Alle genannten Sicherheitspatches verteilt Microsoft auch über die Updatefunktion der betreffenden Produkte. Das im August 2008 gemeldete Sicherheitsloch in der Windows-Komponente NSlookup bleibt weiter offen. Damit hat sich die Hoffnung zerstreut, dass Microsoft dieses offene Sicherheitsleck in diesem Monat beseitigt.